- Gedächtnisspanne: Sieht man aber von derartigen Tricks ab und auch davon, dass eine einzelne Person ihren Spitzenwert nicht immer, sondern nur bei einem Prozentsatz der Tests erreicht, dann ist der Zusammenhang zwischen Gedächtnisspanne, IQ und Kurzspeicherkapazität bzw. Leistungsvermögen des Arbeitsgedächtnisses ein regelmäßiger.
- Denkvorgänge: Der Mathematiker z. B. ist, wie jeder andere in einem Beruf mit hohen Anforderungen an die Intelligenz, in der Lage, hochkomplizierte Denkvorgänge zu vollziehen und zu verstehen, weil für ihn mehrere einfache Elemente so zu einer neuen Einheit verschmolzen sind, dass er sie als logische Ketten so handhaben kann wie ein Kind einsilbige Worte.
- einsilbigen: Spricht man einer Person eine Reihe von einsilbigen Worten vor, also etwa Pferd, Hund, Kuh, Schaf usw. - jedes Wort nur einmal und das nächste im Abstand von einer Sekunde - und fordert die Versuchsperson dann auf, die Worte zu wiederholen, dann stellt sich heraus, dass sich ein Erwachsener im Durchschnitt sieben Worte merken kann, höchstens neun, bei einem niedrigen IQ aber nur fünf.
- Worte: Wiederholt man die einsilbigen Worte Pferd, Kuh, Schaf usw., dann kann sich die Testperson rasch einen Bauernhof vorstellen, in den sich die Tiere einordnen, und mit dieser bildlichen Vorstellung lassen sich dann die Einzelelemente lückenlos wieder abrufen und die Spanne scheinbar erweitern.
- Kindern: Die Gedächtnisspanne ist bei kleinen Kindern gering, nur zwei oder drei, und wächst dann bei intelligenten Kindern etwa alle zwei Jahre um ein Element an.
- Testperson: Eine erfahrene Testperson kann allerdings durch das Merken von Zahlengruppen ihr Ergebnis verbessern.
- IQ: Hochbegabte Kinder haben schon bei Eintritt ins Schulalter eine Gedächtnisspanne von fünf, eine Menge also, die Erwachsene mit einem IQ um 85 niemals übertreffen.
- Piaget: Es gibt auch IQ-Tests, die auf der Grundlage der Theorie von Piaget entwickelt worden sind.
- Nachsprechen: Das Ergebnis lässt sich immer wieder bestätigen, z. B. beim Nachsprechen von einfachen Zufallszahlen.
- einfache: Die Denkmöglichkeiten lassen sich aber nicht nur durch Tricks, sondern auch durch systematisches Lernen und Üben über die einfache Gedächtnisspanne hinaus erweitern.
- Ausreifen: Es war der Psychologe Jean Piaget, der die Bedeutung der Gedächtnisspanne erkannte und der die Theorie aufstellte, dass das Ausreifen des Denkens bei Kindern ursächlich mit dem Wachsen der Gedächtnisspanne zusammenhängt.
- Elemente: Die Gedächtnisspanne ist die Zahl der Elemente, die ein Lebewesen gleichzeitig miteinander vergleichen oder in irgendeine logische Beziehung zueinander setzen kann.
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